Öffentlich Teilen, leider nein

Praktisch jeder Haushalt verfügt über Gegenstände die ohne weiteres geteilt werden könnten da diese nur selten verwendet werden. Ersatzstühle, Leitern, Grill, Fondue oder Raclette Sets, Rasenmäher und vieles mehr. Dennoch werden diese nicht geteilt sondern noch immer selbst beschafft. Erst wenn der Preis in die Höhe geht werden Menschen zu echten Teilern. Aber gerade bei den Preiswerten Dingen wäre es wichtig diese zu teilen, da sie in der Menge etliche Ressourcen verschlingen.

Bis wir miteinander teilen sind viele Faktoren am Werk die mitunter von allen individuell bewertet werden. Die wichtigsten darunter sind

Preis im Verhältnis zum eigenen Vermögen,
Verfügbarkeit und Angebot ,
Eigennutzen / Notwendigkeit der Sache und
Vertrauen gegenüber den Teilenden.

Wenn der Preis - im Verhältnis zum eigenen Vermögen - niedrig ist, so wird in der Regel nicht darüber nachgedacht, ob man dies unter Umständen ausleihen oder selbst teilen könnte. Zudem kommt hinzu dass solche preiswerten Objekte gerne aus Gewohnheit, im nahegelegenen Warenhaus eingekauft werden.
Gemäss unseren Umfragen zufolge ist die Verfügbarkeit von billigen Objekten wichtiger als diese bei teureren ist. Testet man nun also das Angebot im Internet findet man praktisch keine Informationen von Plattformen der Sharing Economy. Wenn Beispielsweise nach Grill im Netz gesucht wird, erscheinen etliche Websites die diese zum Verkauf oder professionelle Vermietung anbieten, jedoch keine die diese zum Verleihen oder Teilen anbieten. Zu jung sind die zahlreichen Plattformen die eine einfache Alternative zum Kauf schaffen. Auch kämpfen diese mit dem Problem, dass sie erst dann attraktiv werden, wenn sie ein hohes Angebot aufweisen. Ist kein Angebot zum Teilen vorhanden, wird gekauft.
Die Verfügbarkeit also, muss erst noch geschaffen werden. Um dies zu realisieren werden von den diversen Anbietern im Netz verschiedenste Methoden verwendet. Zum einen werden Benutzer dafür bezahlt etwas zu teilen, Online Kampagnen werden geschaltet um Menschen dem Thema näher zu bringen, das Geteilte kann mit Miethonoraren als zusätzliches Einkommen dienen, wiederum andere garantieren mit General-Versicherungen dass Schäden gedeckt sind. Gerade beim letzten Punkt ist das Vertrauen etwas jemandem auszuleihen den man nicht kennt, sehr gering. Beide Faktoren – Misstrauen und Verfügbarkeit – werden mit zunehmendem Preis der Sache geringer. Ist also die Notwendigkeit zu einer Sache hoch, der Preis hoch, ist die Bereitschaft zum Teilen stark und wird als Alternative zum Kauf betrachtet. Dies sieht man an den bereits erfolgreichen Projekten wie Airbnb oder Uber welche mit Immobilien und Autos die Preisstärksten Objekte anbieten.

Privat teilen, um ein vielfaches beliebter

Im Gegensatz zum öffentlichen Teilen wird das Private stark bevorzugt (bei WeeShare beispielsweise ist der Anteil an öffentlich geteilten Dingen gerade mal 15%). In der Hauptsache weil hier der Faktor Vertrauen viel stärker ausfällt als wenn man die Sache mit Fremden teilt. Autos, Boote und Flugzeuge werden erstellt und exklusive Benutzer dazu eingeladen. Die anderen Faktoren verbleiben in etwa gleich, wobei der Preis und die Notwendigkeit für das Teilen ausschlaggebend sind. Teures wird vor billigem geteilt. Natürlich muss die Verfügbarkeit gegeben sein, dies aber ist durch die Anzahl der eingeladenen Mitteilenden anpassbar. Unterm Strich scheint der Erfolgsgarant, ähnlich wie damals bei Facebook, die Fähigkeit zu entscheiden wer das Geteilte sieht und teilen darf.

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